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TRACHT

„SCHLEIFEN ABC“

 

Der Dirndl-Schleife an der Schürze kommt besondere Bedeutung zu. Denn sie verrät, ob die Trägerin bereits vergeben ist oder ob sie noch zu haben ist.

 

Dirndl-Schleife links

Trägt eine Frau die Schleife auf der linken Seite gebunden, dann bedeutet dies, dass sie ungebunden und einem Flirt nicht abgeneigt ist.

 

Dirndl-Schleife rechts

Eine rechts gebundene Schleife bedeutet, dass die Dirndl-Trägerin bereits vergeben oder gar verheiratet ist.

 

„Schleife links, Glück bringt’s! Schleife rechts ist schlecht!“

 

 

Es gibt aber auch noch zwei andere Möglichkeiten, die Dirndl-Schleife zu binden (auch wenn sie weniger gebräuchlich sind):

 

Dirndl-Schleife mittig vorne

Eine Frau, die ihre Schleife vor dem Bauch gebunden trägt, drückt traditionsgemäß aus, dass sie noch Jungfrau ist.

 

Dirndl-Schleife hinten

Früher trugen nur Witwen die Schleifen hinten am Rücken. In Zeiten des Oktoberfests oder bei den zahlreichen Kirtagen in Österreich wird diese Regel nicht mehr berücksichtigt. So tragen auch die meisten Kellnerinnen die Dirndl-Schleife am Rücken.

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„TRACHT“

„Tracht“ ist etymologisch verwandt mit „tragen“, d.h. es ist das, was man trägt (s. auch trächtig), was man auf einmal tragen kann (z.B. eine Tracht Holz) oder ertragen kann (eine Tracht Prügel). Tracht im textilen Sinn ist das, was man auf dem Leib trägt. Also Kleidung. Von Tradition oder regionalen Unterschieden ist an dem Begriff zunächst überhaupt nichts dran. Erst durch Kontext und Interpretation verengt sich der Trachtenbegriff.

Liest man Texte des 18. Jahrhunderts, findet man den Begriff „französische Tracht“ und stellt fest, daß damit das gemeint ist, was wir heute als die Mode des 18. Jh. bezeichnen würden. Die Trennlinie zwischen Tracht (im heute üblichen Sinn) und Mode beschränkte sich also auf „Stadttracht“ einerseits und „französische Tracht“ andererseits.

 


„LEDERJEANS“

Es gibt heute Lederjeans im typischen Five-Pocket-Schnitt, die wie Jeanshosen als ganz normale Freizeitkleidung getragen werden. Ledershorts bzw. -bermudas werden als Bundfaltenhose oder ebenfalls im Five-Pocket-Style hergestellt. Bei Lederhotpants handelt es sich um enge, kurz geschnittene Shorts.

 


„KRACHLEDERNDE“

Traditionelle Lederhosen haben eine sehr lange Haltbarkeit. Bei regelmäßigem Gebrauch wird allerdings die zunächst raue und matte Oberfläche abgenutzt. Solche älteren Lederhosen mit Speckglanz werden umgangssprachlich auch als „Krachlederne“ bezeichnet.